Willkommen zur Webseite "Lebensmittelstandards und Biodiversität"


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Hier finden Sie Empfehlungen für Standardorganisationen und Informationen zum Projekt „Integration von Biodiversitätskriterien in Standards und Qualitätssiegeln der Lebensmittelbranche". Im Projekt untersuchen die Bodensee-Stiftung und der Global Nature Fund (GNF) Labels und Standards mit dem Ziel, den Schutz der biologischen Vielfalt stärker in Zertifizierungssystemen und Lieferantenvorgaben der Lebensmittelindustrie zu verankern.

Labels und Standards im Lebensmittelbereich sollen eine Orientierungsfunktion für den Verbraucher bereitstellen. Außerdem können sie Einkäufern im Unternehmen bei der nachhaltigen Beschaffung von natürlichen Rohstoffen helfen. Eine Vielzahl an Standards und Labels machen es Verbrauchern aber nicht leicht, sich exakte Informationen über das gewünschte Lebensmittel einzuholen. Und berücksichtigen diese Labels und Standards auch ausreichend den Schutz der Artenvielfalt und Ökosysteme?


Vorgehen: 19 Standards auf Biodiversität geprüft

Bisher wurden die Standards im Lebensmittelbereich noch nicht systematisch dahingehend untersucht, ob und mit welchen Vorgaben die Biodiversität beim Anbau von Rohstoffen und der Tierhaltung berücksichtig wird.

Die Bodensee-Stiftung und der Global Nature Fund haben 19 nationale und internationale Standards und Labels für die Lebensmittelbranche, inklusive regionaler Labels und Eigenmarken von Unternehmen in ihrer Baseline Studie „Biodiversität in Standards und Qualtitätssiegeln der Lebensmittelbranche" untersucht. Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Frage, inwiefern die vorhandenen Biodiversitäts-Kriterien wirklich an den kritischen Punkten ansetzen und an welcher Stelle dringender Handlungsbedarf bei der Weiterentwicklung der Siegel und Standards besteht.

112 Label und Standards wurden zusammengestellt, inklusive 21 Eigenmarken von Unternehmen aus Deutschland und zum Teil auch aus Österreich und der Schweiz sowie 7 Standards zur Lebensmittelsicherheit. Aus dieser Gesamtliste wurden 19 Standards ausgewählt:


 

Die 19 ausgewählten Standards decken sechs unterschiedliche Kriterien ab. Zum einen sollte die Mehrzahl der tierischen und pflanzlichen Produktgruppen abgedeckt sein, zum anderen sollten die unterschiedlichen Wirtschaftsstufen - Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Lebensmitteleinzelhandel – Berücksichtigung finden. Gesetzliche und freiwillige Standards wurden ebenso abgedeckt wie Standards, die sich an konventionelle Landwirtschaft, Landwirtschaft mit integrierter Produktion sowie ökologische Landwirtschaft richten. Auch Standards die Handelseigenmarken darstellen oder als regionale, nationale, EU-weit und international Standards gelten, wurden berücksichtigt.

Basierend auf den Untersuchungen der Siegel und Standards wurden Handlungsempfehlungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Standards und Qualitätssiegeln der Lebensmittelbranche erstellt.

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